Nabelschnurblut bei Sichelzellenanämie: Neue US-amerikanische Studie

Dienstag, 21. Januar 2014

Eine neue Stammzelltherapie für Patienten mit Sichelzellenanämie stellt der US-TV-Senders KFDX3 vor: Die Behandlung mit Stammzellen aus Nabelschnurblut.

Sichelzellenanämie ist eine schwere erbliche Blutbildungsstörung, die Schmerzen, Blutarmut, Infektionen, Organschäden und sogar Schlaganfall auslösen kann. Bei der Erkrankung sind die normalerweise runden roten Blutkörperchen wie Sicheln geformt. Diese können Blutgefäße verstopfen und Beschwerden verursachen. Besonders betroffen sind Menschen in Malaria-Gebieten, wie Afrika oder Mittel- und Südamerika.

Mit einer Transplantation von Stammzellen kann die Sichelzellenanämie behandelt werden. Doch nicht für jeden Patienten gibt es passende Knochenmarkspender. Nur 14 Prozent der Patienten haben das Glück, einen passenden Knochenmarkspender  zu finden. Die neunjährige Madisyn Travis im Video gehört zu den Glücklichen: Ihre jüngeren Geschwister kommen beide als Spender in Frage.

Eine Studie an zehn US-amerikanischen Kliniken untersucht nun, ob auch gespendetes  Nabelschnurblut als Stammzellquelle für die Therapie dienen kann. Studienleiterin Dr. Shalini Shenoy von der Washington University School of Medicine:

“Vor 10 Jahren mussten wir unseren Patienten sagen: Sorry, Sie haben keinen passenden familiären Spender, wir können Ihnen keine Transplantation ermöglichen.“

Laut ihrer Schätzung könnten 30 bis 40% der Patienten mit Hilfe von Nabelschnurblut behandelt werden. Das Verfahren ist denkbar einfach: Nach einer reduzierten Chemotherapie erhalten die Patienten die Stammzellen als Infusion in den Arm. Sie wandern über die Blutbahn ins Knochenmark, siedeln sich hier an und produzieren neue, gesunde rote Blutzellen. Bislang wurden landesweit drei Patienten auf diese Weise behandelt.

Quelle: www.texomashomepage.com



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