Nabelschnurblut-Einlagerung: Eine Reportage hinter den Kulissen – Teil 4

Freitag, 25. September 2009

In diesem Teil der Reportage, die einen Blick hinter die Kulissen einer Nabelschnurblutbank geben möchte, wird nun die nächste Station des Nabelschnurblutes vorgestellt – der Einfrierraum. Aus dem Reinraum, der ja bereits im vorangegangenen Teil der Videoreihe gezeigt wurde, kommt nun das bereits präparierte Nabelschnurblut. Damit es vor äußeren Einflüssen optimal geschützt ist, wurde das Präparat im Reinraum in eine Metallkassette sicher verpackt. Nun wird es schließlich die letzten eisigen Schritte in den Kältetank zurücklegen. Die medizinisch-technische Assistentin der privaten Nabelschnurblutbank VITA 34, Andrea Staloch, erklärt, warum VITA 34 das komplette Nabelschnurblut einlagert: ”Wir lagern Vollblut aus dem Grunde ein, da bei Separation, das heißt, bei Auftrennung des Blutes, Zellbestandteile verloren gehen können. Das wollen wir verhindern.”

Im Video werden nun die weiteren Arbeitsschritte erklärt, die bis zur endgültigen Einlagerung des Nabelschnurblutes bei minus 174 Grad Celsius erfolgen müssen. So muss das Blut in einem so genannten Freezer innerhalb von 70 Minuten auf minus 140 Grad Celsius heruntergekühlt werden, bevor es in den Lagertank gegeben werden kann. Die nächsten Arbeitsschritte müssen dann schnell gehen. Denn wenn die Einfriertemperatur erreicht ist, muss das Präparat mit dem Nabelschnurblut binnen weniger Sekunden in den Lagertank wandern. Aufgrund der extrem niedrigen Temperaturen benötigen die Labormitarbeiter besondere Arbeitskleidung, die sie vor der Kälte schützen. Um die Präparate transportieren zu können, müssen die medizinisch-technischen Assistenten spezielle Schutzhandschuhe tragen.

Zur dauerhaften Einlagerung des Nabelschnurblutes wird dieses nun in einen Edelstahltank übergeben, der am Boden mit flüssigem Stickstoff befüllt ist. Im Inneren des auch ‘Kryotank’ bezeichneten Edelstahltanks befinden sich Metallgestelle, die der Ordnung und dem Schutz der Nabelschnurblutpräparate dienen. Um diese schweren, mit zahlreichen Präparaten versehenen Magazine bewegen zu können – zum Beispiel, um ein neues Präparat hinzu zu geben -, wird ein Kran benötigt, da diese Gestelle sehr schwer sind. So eingelagert wird das Nabelschnurblut für viele Jahrzehnte konserviert und haltbar sein.

Für den Fall, dass das Blut einmal benötigt wird, steht das Nabelschnurblut innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung. So erklärt Andrea Staloch im Video: ”Es dauert ein bis zwei Minuten, ehe das Blut aufgetaut ist. Bis es zur Anwendung kommt, dauert es natürlich noch ein bis zwei Wochen, da das Blut noch einmal geprüft und getestet wird.”

Hier gehts zum dritten Teil der Reportage: Der Reinraum. Den letzten Teil der Nabelschnurblut-Serie finden sie hier.



3 Kommentare »

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    [...] Hier gelangen Sie zum vierten Teil der Nabelschnurblut-Reportage. [...]

  2. Die Kältetanks - Endstation der Nabelschnurblut-Einlagerung  | Nabelschnurblut – Videoportal zur Stammzellthematik

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  3. Nabelschnurblut-Einlagerung: Eine Reportage hinter den Kulissen – Teil 3 | Nabelschnurblut – Videoportal zur Stammzellthematik

    [...] Hier gelangen Sie zum zweiten Teil der Reportage. Weiter in der Serie…. [...]

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