Nabelschnurblut-Einlagerung: Eine Reportage hinter den Kulissen – Teil 3

Mittwoch, 19. August 2009

Es ist das eine, sich über die Vorteile der Einlagerung von Nabelschnurblut zu informieren. Was aber genau geschieht mit dem Blut, nachdem es im Krankenhaus nach der Geburt des Kindes entnommen wurde? In einer mehrteiligen Dokumentationsreihe wollen wir auf diesem Portal einen Blick hinter die Kulissen aufzeigen. Nachdem in den beiden ersten Teilen der Beitrags-Serie die Annahmestation und die Probenvorbereitung vorgestellt wurden, führt uns der Weg nun in den so genannten Reinraum.

Das Präparat ist beschriftet, mit einer ID-Nummer versehen und in der Datenbank gespeichert, ehe es zu dieser Station des Labors gelangt. Durch eine kleine Materialschleuse wird das Nabelschnurblut in den Reinraum übergeben. Ein Höchstmaß an Sterilität ist dabei Grundvoraussetzung. So verhindert die Schleuße, dass Keime in den Reinraum gelangen. Seinen Namen hat dieser Teil des Labors nicht umsonst. Der Raum ist im Vergleich zu einem OP-Saal hundertmal reiner. Permanentes Desinfizieren gehört zu den wichtigsten Arbeitsschritten der Labormitarbeiter. Aber was genau passiert jetzt hier? Im Video berichtet Andrea Staloch, die leitende Medizinisch Technische Assistentin bei der privaten Nabelschnurblutbank Vita 34 von ihrer täglichen Arbeit und stellt sich unseren Fragen.

Bevor das Nabelschnurblut schließlich in den Kryotanks bei -196 Grad Celsius eingelagert werden kann, müssen noch einige Test vorgenommen werden. ”Vom Nabelschnurblut wird die Blutgruppe bestimmt sowie die Zellzahl und die Vitalität der Zellen.” erklärt Andrea Staloch. Daneben müssen von Mutter und Kind serologische Befunde erstellt, also Bluttests vorgenommen werden. Durch die Untersuchung der Zellzahl sowie deren Vitalität werden dann Rückschlüsse auf die Qualität des Präparates gezogen. Sollte hier nun festgestellt werden, dass dass Präparat zu klein ist oder die Anzahl der Stammzellen sehr gering, entscheiden die Eltern, ob das Nabelschnurblut dennoch eingelagert werden soll.

Hier gelangen Sie zum zweiten Teil der Reportage.
Weiter in der Serie….

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5 Kommentare »

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