Nabelschnurblut erneut bei Hirnschaden eingesetzt

Donnerstag, 4. März 2010

Der Beitrag von CBS News zeigt einen weiteren Fall, in dem das eigene Nabelschnurblut bei einem kindlichen Hirnschaden eingesetzt wurde.

Laura McGrath hatte eine unbeschwerte Schwangerschaft. Doch während der Geburt erlitt ihr Sohn Finn einen Sauerstoffmangel, die zu einer schweren Hirnschädigung führte. Die Ärzte machten Laura und ihrem Mann Mike keine großen Hoffnungen auf Besserung. Im Internet fanden sie jedoch Informationen über einen Versuch, der an der Duke University von Dr. Joanne Kurtzberg, einer Pionierin auf dem Gebiet der Nabelschnurblut-Transplantationen, durchgeführt wird. ”Wir untersuchen, ob die Gabe der eigenen Stammzellen aus dem Nabelschnurblut bei den Kindern dazu führt, dass die Symptome, die durch den Sauerstoffmangel entstanden sind, gelindert werden können”, erläutert Kurtzberg im Interview das Ziel ihres Forschungsvorhabens.

Während der Schwangerschaft hatten die McGraths darüber gesprochen, ob sie Finns Nabelschnurblut aufheben sollen. Trotz der Kosten von rund 2.000 Dollar entschieden sie sich dafür, denn Nabelschnurblut ist reich an Stammzellen, die sich in verschiedene Zelltypen entwickeln können.

Viele Jahre wurde nur gespendetes Nabelschnurblut transplantiert, z.B. bei Leukämie. Dr. Kurtzberg versucht nun, die Erkenntnisse aus diesen Therapien auf nicht-genetische Erkrankungen zu übertragen. Bislang haben etwa 150 Kinder eine Nabelschnurblut-Behandlung bei Hirnschäden an der Duke University erhalten. Ob Finn davon profitiert, ist noch nicht abzusehen, doch bei anderen Kindern zeigen sich bereits positive Effekte, berichtet Kurtzberg.

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1 Kommentar »

  1. carina

    Ich freue mich sehr, dass es schon positive Effekte gibt und hoffe, dass man in Zukunft sogar mit besseren Ergebnissen rechnen kann.

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