Die Einlagerung von Nabelschnurblut ist in Israel hoch im Kurs

Freitag, 1. Mai 2009

Nabelschnurblut wird nicht nur in Deutschland, anderen europäischen Staaten oder den USA eingesetzt. Vielmehr wird es in weiten Teilen der Welt aufbewahrt und zur Heilung von Krankheiten genutzt. Einen Blick über die Grenzen unserer Heimat ermöglicht beispielsweise dieses Video, in dem es um Israel geht. Das Land im Nahen Osten steht der Forschung mit Stammzellen, wie sie im Nabelschnurblut vorkommen, sehr positiv gegenüber – bereits seit Jahren wird sie dort aktiv betrieben. Daher verwundert es nicht, dass die größte israelische Nabelschnurblutbank – die Taburit – auch im weltweiten Maßstab zu den führenden Banken ihrer Art zählt.

Der Film bietet einen Einblick in die Philosophie und die Funktionsweise dieser Blutbank und verdeutlicht, dass das Potenzial der Nabelschnurblut-Stammzellen in Israel sehr hoch eingeschätzt wird. Dies wird durch einen bildhaften Vergleich untermauert: Stammzellen sind für den Körper das, was der Stamm für einen Baum ist. Denn dieser kann die gesamte Pflanze erneuern, so wie die Zellen den ganzen Körper erneuern können. Und dass für Stammzellen gerade das Blut aus der Nabelschnur eine besonders gute Quelle ist, heben die Experten der Taburit besonders hervor. Denn im Gegensatz etwa zur Knochenmarkspende, die eine aufwändige Prozedur darstellt, ist die Entnahme von Nabelschnurblut bei der Geburt eines Kindes schnell und einfach über die Bühne gebracht. Weiterhin betonen die Fachleute, dass Mutter und Baby dabei keinem Risiko ausgesetzt werden.

Besteht später im Leben des Kindes Bedarf für eine Stammzell-Transplantation, dann steht das eingelagerte Blut sofort zur Verfügung. Die Anwendungsgebiete des Nabelschnurblutes dürften in Zukunft größer werden: Während mit Hilfe der darin enthaltenen Zellen bisher vor allem Krebserkrankungen und Störungen des blutbildenden Systems behandelt werden, arbeitet die Forschung daran, künftig zahlreiche weitere Krankheiten damit zu therapieren. Zu diesen werden etwa Diabetes oder Herzinfarkte gehören, wie erste Erfolge in klinischen Studien nahelegen.

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