Nabelschnurblut verbessert Sehkraft von blind geborenem Mädchen
Freitag, 24. April 2009
Mit Hilfe von Nabelschnurblut können einige schwere Krankheiten geheilt werden – diese Erkenntnis setzt sich nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Öffentlichkeit mehr und mehr durch. Vielen sind die Anwendungsbeispiele bei Leukämiekranken, Kindern mit Hirnschädigungen oder Anämiepatienten inzwischen ein Begriff. Weniger bekannt ist noch, dass die im Blut enthaltenen Stammzellen auch das Augenlicht verbessern können. Doch im letzten Jahr machte eine Familie mit ihrer Tochter die Probe aufs Exempel: Die kleine US-Amerikanerin Rylea Bartlett aus Webb City/Missouri war fünf Jahre alt und seit ihrer Geburt fast blind – sie litt an einer Erkrankung (Hypoplasie) ihrer Sehnerven. Eine Möglichkeit, sie davon zu heilen, gab es nach dem damaligen medizinischen Kenntnisstand nicht.
Ihre Eltern probierten deshalb etwas Neues: Sie brachten ihre Tochter zu Ärzten in China, die auf Stammzell-Transplantationen spezialisiert sind – und sie auch in Fällen einsetzen, in denen die Anwendung bisher in den USA oder in Europa nicht üblich ist. Von den chinesischen Ärzten erhielt Rylea fünf Übertragungen von Nabelschnurblutzellen. Bereits kurze Zeit später zeigte sich vor Ort eine Wirkung: Zum ersten Mal in seinem Leben reagierte das Mädchen auf den Einfluss von Licht. Als ihr ein Arzt ins Auge leuchtete, zuckten ihre Augenlider zusammen und sie drehte sich weg. Für die Eltern war schon das ein besonderer Moment – viel bewegter noch aber waren sie, als ihre Tochter wenig später das Gesicht ihrer Mutter erkennen konnte.
Zwar kann Rylea auch nach der Behandlung nicht so gut sehen wie ein Mensch mit gesunden Sehnerven, aber dennoch ist eine deutliche Verbesserung eingetreten. Nun kann die Kleine in ihrer Heimat in Missouri weiter behandelt werden. Beispielsweise wird ihr beigebracht, ihre Sehkraft richtig einzusetzen und ihre Hand-Augen-Koordination zu trainieren.
Tags: Hypoplasie, Nabelschnurblut, Sehnerven, Stammzellen

[...] lag er in seiner gesamten Entwicklung weit hinter seinen gleichaltrigen Freunden zurück. Nach der Transplantation von sechs Nabelschnurblut-Präparaten in einem chinesischen Krankenhaus ist er nun auf einem guten [...]