NRD Visite: Nabelschnurblut rettet kleinem Jungen das Leben

Montag, 14. Dezember 2009

Dem kleinen Niklas konnte mit Nabelschnurblut geholfen werden

Am 1. Dezember 2009 wurde in der Sendung Visite auf dem NDR ein Beitrag ausgestrahlt, in dem die Geschichte einer Familie erzählt wurde, dessen schwerkrankes Kind aufgrund der Transfusion von Stammzellen aus Nabelschnurblut gerettet werden konnte.

Niklas litt seit seiner Geburt immer wieder an schweren Infektionen und Hautausschlägen. Es dauerte eineinhalb Jahre, ehe die Ärzte die Ursache für die immer wiederkehrenden Erkrankungen entdecken. Die erschütternde Diagnose: Wiskott Aldrich Syndrom, eine genetisch bedingte Immunerkrankung, bei der die Zahl der Blutblättchen zu gering und das Immunsystem defekt ist. Niklas war todkrank. Ohne Behandlung hätte er kaum das Schulalter erreicht. Seine einzige Hoffnung: eine Stammzelltransplantation. Weder seine Eltern noch sein Bruder kamen als Spender infrage, da deren Gewebemerkmale nicht übereinstimmten. Weltweit wurde nach einem passenden Knochenmarkspender gesucht – ohne Erfolg. Die Stammzellen aus Nabelschnurblut wurden so zum letzten Ausweg.

Ein halbes Jahr später konnte endlich der passende Spender gefunden werden. Ilona Kemper-Fischer wurde von den Ärzten der Berliner Charité gefragt, ob sie das Nabelschnurblut ihres Sohnes Marvin spenden würde. Für die werdende Mutter stand die Entscheidung schnell fest, schließlich würde die Nabelschnur sonst nur weggeworfen. Damit gehört Ilona Kemper-Fischer zu den ersten Frauen in Deutschland, die das Nabelschnurblut ihres Kindes gespendet haben. Für Niklas und seine Angehörigen war dies ein großes Glück. So berichtet die Mutter von Niklas im Video, wie schwer die Zeit für die Familie war.

Fast genau 13 Jahre nach der Transfusion der Stammzellen aus Nabelschnurblut treffen sich die Familien von Niklas und Marvin. Ohne die Entscheidung von Ilona Kemper-Fischer, das Nabelschnurblut von Marvin zu spenden, hätte Niklas wohlmöglich diesen Tag nicht mehr erlebt. Und so schildert sie im Video, wie sehr sie es berührt, zu sehen, was ihre Entscheidung vor 13 Jahren bewirkt hat.

Das Video finden Sie in der NDR Mediathek. Klicken Sie bitte hier.

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