Schweizer Klinikgruppe Hirslanden klärt über Nabelschnurblut-Einlagerung auf

Montag, 29. April 2013

Das TV-Gesundheitsmagazin „Check Up“ der Hirslanden-Klinikgruppe informiert regelmäßig über die neuesten Entwicklungen und Behandlungsformen der modernen Schulmedizin. Darüber hinaus gibt es hier wichtige Tipps und nützliche Informationen im Bereich der Prävention und zum Thema gesünder leben. Eine der letzten Sendungen widmete sich dem Thema Nabelschnurblut.

Es ist das Horrorszenario für Eltern: ihr Kind erkrankt an Leukämie. Doch wenn Stammzellen aus Nabelschnurblut zur Verfügung stehen, kann es heute möglich sein, die Krankheit zu heilen. Einziger Wehrmutstropfen: Diese private Gesundheitsvorsorge kostet in den Hirslanden-Kliniken  etwa 4.000 Schweizer Franken. Auf dem Gebiet der Kryokonservierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut arbeitet die Schweizer Klinikgruppe eng mit Vita 34 zusammen. Für die beiden Schwestern Patricia Stuber und Diana Studer war es dennoch eine wertvolle Investition, denn sie könnte einmal das Leben ihrer Kinder retten. Sie sind sich sicher, dass die Forschung in 20 Jahren weiter sein wird, als heute. Denkbar seien dann Therapien bei Alzheimer oder Herzinfarkt.

„Die Forschung macht große Fortschritte, d.h. es wird in Zukunft viel mehr Krankheiten geben, die man mit dem Nabelschnurblut behandeln kann und die heute noch gar nicht bekannt sind“, so Prof. Dr. med Daniel Surbek, Chefarzt der Frauenklinik des Hirslanden-Inselspitals in Bern im Interview.

Der Gynäkologe Dr. med. Matti S. Kuronen vom Hirslanden-Klinikum in Aarau entnimmt etwa 30 Mal im Jahr bei einer Geburt Nabelschnurblut. Er schätzt ein: „Der Vorteil ist, dass man in der Zukunft Möglichkeiten hat, bei einer späteren Erkrankung die Stammzellen für sich selbst zur Verfügung zu haben. Nachteil ist, dass bei einer genetischen Krankheit der genetische Fehler in den Stammzellen enthalten ist.“

Die Entnahme und der Einlagerungsprozess der Nabelschnurblut-Stammzellen werden im Beitrag anschaulich beschrieben.Doch was sind eigentlich Stammzellen und wie können sie zur Heilung von Krankheiten eingesetzt werden?

Auf diese Fragen gibt der Beitrag verständliche Antworten: Teilt sich eine Stammzelle, entstehen immer eine neue Stammzelle und eine spezialisierte Zelle, z.B. eine Blutzelle. Die Produktion der verschiedenen Blutzellen findet beim Menschen im Knochenmark statt. Dieses Wissen nutzt man heute schon zur Heilung von Leukämien. Dabei wird das erkrankte Knochenmark durch das eines Spenders ersetzt. Was bislang nur mit Stammzellen aus dem Knochenmark eines Spenders möglich war, wird heute zunehmend auch mit Stammzellen aus Nabelschnurblut behandelt.

Prof. Dr. med Daniel Surbek zeigt im Interview noch weitere Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der regenerativen Medizin auf, wie beispielsweise die Erneuerung eines ganzen Herzmuskels: „Grundsätzlich geht es darum, kaputte oder erkrankte Zellen im Körper durch Stammzellen zu ersetzen. Die Stammzellen haben die Möglichkeit, sich in verschiedene Zellarten zu verwandeln. Wenn es also z.B. um einen Herzinfarkt geht, können sie sich in Herzmuskelzellen verwandeln, bei Zerebralparese in Nervenzellen. Dabei ersetzen die Stammzellen nicht das ganze Organ, sondern gehen in die beschädigten Stellen im Organ und helfen dort bei der Regeneration und der Zellerneuerung.“

Tags: , ,



Kommentar schreiben

*