Videoserie der Ruhr-Universität Bochum dokumentiert Wirkung von Nabelschnurblut bei kindlichem Hirnschaden

Mittwoch, 27. November 2013

Im Januar 2009 behandelten Bochumer Ärzte einen 2,5 Jahre alten Jungen, der an einer schweren Zerebralparese litt, mit seinem eigenen Nabelschnurblut. In einer jüngst veröffentlichten sechsteiligen Videoserie wird die Entwicklung des Patienten von der Voruntersuchung bis zwei Jahre nach der Behandlung dokumentiert.

Hintergrund: Der Junge erlitt Ende 2008 einen Herzstillstand und musste 25 Minuten lang reanimiert werden. In dieser Zeit nahm sein Gehirn durch den Sauerstoffmangel bereits erheblichen Schaden. Der eigentlich normal entwickelte Junge befand sich anschließend in einer Art Wachkoma. Die Bochumer Ärzte verbreichten dem Jungen neun Wochen nach dem Herzstillstand sein komplettes Nabelschnurblut, das die Eltern vorsorglich zur Geburt bei einer privaten Nabelschnurblutbank eingelagert hatten, als Blutinfusion.

Das erste Video der Serie, die die Campus Klinik Gynäkologie der Ruhr-Universität Bochum zur Verfügung gestellt hat, zeigt die neurologischen Untersuchungen vor der Nabelschnurblut-Behandlung. Der Junge weist hier neun Wochen nach dem Vorfall Lähmungen in allen vier Extremitäten auf und auch die Kopfmotorik ist gestört. Er schreit ununterbrochen und geistige und körperliche Behinderungen werden deutlich.

Der zweite Teil der Videoserie dokumentiert den Zustand des Jungen zwei Monate nach der Nabelschnurblut-Transplantation. Das ständige Wimmern hat aufgehört, bei direkter Ansprache reagiert er mit Augenkontakt und Lächeln. Seine Kopfmotorik, das Seh- und Hörvermögen haben sich verbessert und er ist in der Lage, selbständig einen Keks zu essen. Er beginnt auch wieder zu sprechen.

In einem zweiten Artikel gehen wir auf die weitere Entwicklung des Jungen ein.

Tags: , , ,



1 Kommentar »

  1. Nabelschnurblut bei kindlichem Hirnschaden: Videoserie der Ruhr-Universität Bochum (Teil 2) | Nabelschnurblut – Videoportal zur Stammzellthematik

    […] Im Januar 2009 behandelten Bochumer Ärzte einen Zweieinhalbjährigen, der an einer schweren Zerebralparese litt, mit seinem eigenen Nabelschnurblut. In einer jüngst veröffentlichten sechsteiligen Videoserie wird die Entwicklung des Patienten von der Voruntersuchung bis zwei Jahre nach der Behandlung dokumentiert. Dies ist der zweite Teil, den Artikel über die ersten filmischen Dokumentationen der RUB-Videoserie finden Sie hier. […]

Kommentar schreiben

*