Was geschieht in der Blutbank mit dem Nabelschnurblut?

Freitag, 15. Mai 2009

Dass durch die Aufbewahrung von Nabelschnurblut die darin enthaltenen Stammzellen konserviert werden können, ist vielen Eltern und Experten bereits bekannt. Mit diesem Stammzellen können dann unterschiedliche Krankheiten wie Leukämie, Sichelzellanämie, frühkindliche Hirnschäden oder auch Diabetes behandelt werden. Daneben stellt die Forschung bereits verschiedene Gewebe und sogar künstliche Herzklappen auf der Basis bestimmter, im Nabelschnurblut enthaltener Stammzellarten her. Doch wie geht eigentlich die Einlagerung des Blutes vonstatten? Was geschieht weiter, wenn der wertvolle Lebenssaft bei der Geburt eines Kindes entnommen wurde? Nach der Entnahme liefert ein Kurier es möglichst schnell zu einer Nabelschnurblutbank – und was passiert dort? Mit diesen Fragen befasst sich das Interview mit Andrea Staloch, das im vorliegenden Video gezeigt wird. Staloch ist als Medizinisch-Technische Assistentin bei der privaten Nabelschnurblutbank VITA 34 tätig. Sie beschreibt die Abläufe in der Firma ab dem Augenblick, in dem das Blut aus der Nabelschnur im Labor eintrifft.

So muss das Blut zunächst vorbereitet werden. Die Einlagerung erfolgt dann in Kältetanks bei einer Temperatur von minus 196 Grad Celsius. Um das Nabelschnurblut dafür vorzubereiten, sind verschiedene Schritte zur Präparierung notwendig. Dazu zählt, dass dem Blut eine Konservierungslösung zugegeben und das Ganze dann in spezielle Beutel umgefüllt wird. Dann wird es schrittweise heruntergekühlt, bevor es zur endgültigen Einlagerung in Gefriertanks gepackt werden. Damit steht einer sicheren Aufbewahrung nichts mehr im Wege. Und falls das Blut später einmal gebraucht werden sollte, steht es nach einer kurzen Auftauphase sofort zur Verfügung. Das ist ein großer Vorteil gegenüber alternativen Verfahren der Stammzellgewinnung wie beispielsweise der Entnahme von Knochenmark.

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2 Kommentare »

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