Zelltherapie bei Knorpelschäden
Freitag, 26. Juni 2009
Knorpelschäden können auf unterschiedliche Art und Weise entstehen. Zum einen kann es sich um über einen längeren Zeitraum entstehende Verschleißerscheinungen der Gelenke handeln, die beispielsweise altersbedingt sein können. Auch Fehlstellungen der Gelenke sowie Übergewichtigkeit bewirken, dass sich der Knorpel immer mehr abnutzt. Zum anderen gibt es die Knorpelschäden, die beispielsweise durch Sportverletzungen hervorgerufen werden. Gerade in den letztgenannten Fällen ist eine Operation oft die einzige Behandlungsmöglichkeit. Knorpel besteht lediglich zu ein bis drei Prozent aus gewebebildenden Zellen. Da Knorpelgewebe zudem nicht durchblutet ist, kann sich kein neues Gewebe bilden.
Im Video wird nun eine neue Methode zur Behandlung von Knorpelschäden gezeigt, wie sie derzeit an der Universitätsklinik Gießen praktiziert wird. Das Prinzip ist letztlich jenes, dass Knorpelzellen vom Patienten entnommen werden und diese im Labor vermehrt und schließlich wieder injiziert werden. Diese Knorpelzellen sind in der Lage, den Defekt zu beheben und ein neues Knorpelgewebe zu bilden. Bei dieser Methode entnimmt der Chirurg Knorpel bei dem Patienten. In der Regel tut er dies an einer Stelle, die einer geringen Belastung ausgesetzt ist. Drei bis vier Wochen dauert es, bis genügend neue Zellen entstanden sind. Circa eine Million Zellen benötigt man, um einen Quadratzentimeter defekten Knorpels zu heilen. Da die Zellteilung mit steigendem Alter abnimmt, kommt diese Therapie allerdings nur für Menschen, die nicht älter als 50 Jahre sind, in Frage. Zum jetzigen Zeitpunkt ist diese Methode zudem auch nur bei isolierten Knorpelschäden einsetzbar, bei denen das umgebende Gewebe gesund ist. Verschleißerscheinungen, die durch Arthrose oder Rheuma hervorgerufen werden, können auf diese Weise nicht behoben werden.
Neue Erkenntnisse der Forschungsgruppe des Nikolaus-Fiebiger-Zentrums für Molekulare Medizin in Erlangen könnten zudem bewirken, dass sich diese Methode in den kommenden Jahren zur Standardtherapie bei isolierten Knorpelschäden entwickelt. Die Forscher haben Beweise dafür entdeckt, dass sich im Nabelschurblut so genannte mesenchymale Stammzellen befinden. Hierbei handelt es sich um den Zelltyp, auf dem unter anderem die Knochen- und Knorpelzellen basieren. Diese Stammzellen ließen sich mittels charakteristischem Oberflächenmarker aus dem Nabelschnurblut isolieren, vermehren und beispielsweise in Knorpelzellen umwandeln.
Tags: Einlagerung, Knorpelschäden, Nabelschnurblut

[...] diese Kollagen-Matrix dann eingesetzt werden. Auf diese Weise können zum Beispiel schmerzhafte Knorpelschäden an Kniegelenken behandelt werden. Dabei platziert der Chirurg bei der Operation auf die betroffene [...]