Nabelschnurblut-Studie zur Behandlung von traumatischen Hirnschäden
Donnerstag, 13. Januar 2011
An der University of Texas in Houston, USA ist zu Beginn des Jahres eine Studie gestartet, die die Behandlung von traumatischen Hirnschäden mit dem eigenen Nabelschnurblut untersucht. Forschungspartner der Texaner ist die amerikanische Nabelschnurblutbank Cord Blood Registry (CBR). Das Video erläutert die Hintergründe der Studie.
Wenn das Gehirn z.B. durch eine Erschütterung oder einen Unfall anschwillt, kommt es durch den hohen Druck zum Absterben von Nervenzellen. Bislang glaubte man, dass sich das Gehirn nach einer solche Schädigung nicht regenerieren kann. Neuste Forschungen haben jedoch gezeigt, dass Stammzellen aus Nabelschnurblut in der Lage sind, die Hirnschranke zu überwinden und im Gehirn die Selbstheilung anzuregen.
Noch ist nicht klar, wie genau die Nabelschnurblut-Stammzellen im Gehirn wirken, Forscher vermuten, dass sie direkt im geschädigten Gewebe die Bildung neuer Blutgefäße anregen, die Blutversorgung verbessern und Entzündungen mindern. Außerdem sollen durch die Ausschüttung von Wachstumsfaktoren geschädigte Nervenzellen durch neue Zellen ersetzt werden.
Neben traumatischen Hirnschäden untersuchen Wissenschaftler in weiteren Studien auch den Einsatz von Nabelschnurblut-Stammzellen bei Zerebraler Lähmung und Schlaganfall.
Tags: Hirnschaden, Nabelschnurblut, Nabelschnurblutbank, Studie

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