Stammzellen aus Nabelschnurblut gegen zentrale Hörstörung

Freitag, 13. Januar 2012

Wissenschaftler in Houston (USA) starten mit einer Studie zur Erforschung von Heilmöglichkeiten durch Nabelschnurblut-Stammzellen bei zentraler Hörstörung bei Kindern. Die Forscher des Children Memorial Hermann Krankenhauses in Zusammenarbeit mit der Nabelschnurblutbank Cord Blood Registry (CBR) erhoffen sich durch die Nabelschnurblut-Behandlung, die Zellen regenerieren und die Hörschäden wieder beheben zu können.

Zellschädigungen im Innenohr können zu permanenten Gehörschäden führen. Speziell bei Kindern kann dies die Sprach- und soziale Entwicklung erheblich beeinträchtigen und zu Lernbehinderungen führen.

Im Rahmen der von der amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde (FDA) genehmigten Studie werden zehn Kinder im Alter zwischen sechs Wochen und 18 Monaten untersucht, die nach der Geburt ihr Gehör verloren haben. Ihnen wird ihr eigenes (autologes) Nabelschnurblut verabreicht, das von der Nabelschnurblutbank CBR eingelagert und aufbereitet wurde.

Im Video wird veranschaulicht, wie das Nabelschnurblut dem Immunsystem helfen kann, auf Verletzungen wie Zellschädigungen im Innenohr zu reagieren. Stammzellen aus Nabelschnurblut wandern zum einen zu den Verletzungen selbst und aktivieren zum anderen die Immunzellen, die Selbstheilungskräfte anzukurbeln.

Daneben demonstriert das Video die insgesamt wachsende Anzahl an Forschungsaktivitäten im Bereich von Nabelschnurblut, inklusive Hirnschäden, Rückenmarkverletzungen, Jugendlicher Diabetes und angeborene Herzfehler.

Derzeit gibt es bei Schallempfindungsschwerhörigkeit lediglich Hörgeräte und Cochlea-Implantate, um den Patienten den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern. Mithilfe der Studie wird es vielleicht einmal möglich sein, die Gehörschäden zu regenerieren.

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