Typ(isch) Stammzelle: adulte Stammzellen unter der Lupe

Mittwoch, 9. März 2011

Das Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW, eine Initiative des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, deckt das breite Spektrum der wissenschaftlichen Fragestellungen der adulten und embryonalen Stammzellforschung ab. Führende Mediziner, Naturwissenschaftler, Philosophen, Sozialwissenschaftler, Juristen und Theologen bündeln in dem Netzwerk ihre Kompetenzen rund um die Stammzellforschung. In einer dreiteiligen Videoreihe erläutern Wissenschaftler die unterschiedlichen Stammzellarten. Den Beginn machen die adulten Stammzellen, die im Knochenmark oder auch im Nabelschnurblut Neugeborener zu finden sind.

Zunächst werden die grundlegenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen embryonalen, adulten und induzierten pluripotenten Stammzellen erläutert. Gemein ist ihnen ihre Fähigkeit, sich selbst zu erneuern sowie differenzierte Tochterzellen zu bilden (sog.  asymmetrische Teilung). Große Unterschiede bestehen hinsichtlich ihrer Fähigkeit (Potenz), sich in spezifische Körperzellen zu differenzieren. Während embryonale Stammzellen alle Zellen des menschlichen Körpers bilden können (sog. Totipotenz), haben adulte Stammzellen “nur” noch die Fähigkeit, bestimmte Körperzellen auszubilden (sog. Pluri- oder Multipotenz).

Prof. Dr. med. Peter Horn vom Institit für Transfusionsmedizin setzt adulte Stammzellen klinisch ein und erforscht weitere Anwendungsmöglichkeiten. Er gibt im Interview Antworten auf die Fragen, was können adulte Stammzellen, wie werden sie gewonnen, wo werden sie eingesetzt und was wird mit adulten Stammzellen erforscht. Dabei geht er auf die Nutzung von Stammzellen für Zellersatztherapien, z.B. bei Diabetes, ein. Neben der bekannten Knochenmarkspunktion wird auch die Gewinnung von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut erläutert.

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2 Kommentare »

  1. Was ist Nabelschnurblut - WEB INFO

    [...] direkt nach der eigenen Geburt konserviert wurde, besonders gut verträglich. Weiterhin haben die Stammzellen aber noch einen weiteren Vorteil: Sie sind noch nicht soweit ausgebildet, dass sie sich auf eine körperliche Funktion festgelegt [...]

  2. Auch Stammzellen werden älter

    [...] beispielsweise bei Leukämie, einer tückischen Krebsart, bei der das Blut betroffen ist, können adulte Stammzellen aus dem Knochenmark eines geeigneten Spenders die Krankheit besiegen helfen. Das Problem hierbei liegt immer darin, den [...]

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