Nabelschnurblut bei Krebsbehandlung eine Alternative zu Knochenmark

Mittwoch, 25. Mai 2011

In fit & gesund, dem Gesundheitsmagazin von Deutschen Welle TV,  spricht Prof. Dr. Eckhard Thiel, Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie der Berliner Charité-Klinik u.a. über neue Krebstherapien.

Krebs ist nach Herz-Kreislauferkrankungen weltweit die zweithäufigste Todesursache. Aber Krebs kann man heute gut behandeln. In den letzten Jahren sind viele neue Therapien sind  entwickelt worden, auch  die Behandlung mit Stammzellen aus Nabelschnurblut hält immer häufiger Einzug in die deutschen Kliniken. Die Stammzellen werden nach einer hochdosierten Chemotherapie benötigt, um das Immun- und Blutbildungssystem des Patienten wieder aufzubauen.

Stammzellen aus Nabelschnurblut sind dabei besonders gut verträglich und die Wahrscheinlichkeit, dass der Körper sie abstößt ist viel niedriger als bei Stammzellen aus Knochenmark.  Daher eignet sich Nabelschnurblut vor allem für Patienten, die keinen passenden Knochenmarkspender finden. Allerdings beträgt auch mit Nabelschnurblut die Wahrscheinlichkeit, ein passendes Präpatat zu finden lt. Prof. Thiel nur 1:20.000. Daher befürwortet Prof. Thiel auch den Ausbau von Spenderegistern – sowohl mit Knochenmark- als auch mit Nabelschnurblutspendern.

Bisher wurden Stammzellen aus Nabelschnurblut in Deutschland überwiegend bei Kindern eingesetzt. Bei Erwachsenen werden häufig zwei Präparate verwendet, um die benötigte Anzahl an Stammzellen zur Verfügung zu haben.

Im weiteren Verlauf des Interviews kommen auch weitere Therapiemöglichkeiten, z.B. die Targeted Therapie zur Sprache. Bei dieser gezielten Krebstherapie werden Medikamente entwickelt und eingesetzt, die verträglicher und wirksamer sind, als konventionelle Therapiemethoden (z.B. Chemo- oder Strahlentherapie).

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